Etwa Ende April ist er da, der laichwillige Hering. Das komplizierteste am Fang ist eine geeignete Stelle zwischen hunderten dicht gedrängten Heringsanglern zu finden.

 

Es gibt natürlich spezielle Heringsangeln mit besonders sensibler Spitze zur Bißerkennung. Doch eine Spinnrute von 2,70m-3m Länge und 20-80g Wg tut auch ihren Dienst. Die möglichst leichte Rolle wird mit 25ger Monofil oder Geflecht bis 7kg Tragkraft bespult. Das Paternoster hat 5 Haken für 5 Heringe. An den scharfen (4rer) Haken sollte echte Fischhaut sein.

Das Heringsblei gibt es in vielen Variationen zu kaufen. Meistens wiegt es 60g und läßt sich mit seiner Torpedoform gut werfen. Die Einheimischen schwören auf Silberblinker, an welche sie ein 30g Birnenblei tüdeln. Manche verwenden den durchbohrten Stiel eines Kaffeelöffels. Muß man nicht weit werfen, so reicht auch ein silberner Schuhlöffel, also ein sehr breites Blei. Vorsicht bei Hängern. Oft ist das ganze Vorfach verloren.

Das Paternoster wirft man in Richtung Fahrrinne. Man wartet bis es unten ankommt. An geflochtener Schnur bemerkt man jeden Bodenkontakt. Dann zappelt etwas, ein Hering. (Stelle merken!) Nun langsam und vorsichtig einkurbeln, bis der Fang in Höhe Kaikante ist. Jetzt gefühlvoll hoch kurbeln und mit einem Ruck alle Fische über die Kante heben. Oft zappeln sie so doll, daß sie den Haken noch abschütteln schaffen.

An Land zappeln sie weiter. Hering mit einem Lappen anfassen, mit einem Schlag auf den Kopf betäuben/töten, Haken lösen und den Hering in einen Eimer legen. Der Eimer hat idealer Weise einen Deckel mit Loch. Auch ein toter Hering zappelt oft weiter.

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