Wenn das Wasser langsam wärmer wird, sitzen all die Brandungsangler am Strand, welche es ohne Angel nicht mehr aushalten können. Denn eigentlich ist kleintiermäßig nicht viel los. Wozu sollten Dorsch und co so dicht an den Strand kommen? Die Flundern laichen weiter draußen oder sind sehr mager, die Dorsche meistens untermaßig. Es ist Spinnangelzeit auf Meerforellen und Heringszeit in den Häfen. Erst wenn das Wasser eine Zeit lang 10°C hatte, lohnt sich ein Brandungsangelabend.

Gerät: Rute 4m-5m Länge bei 100-200g Wg. Das können auch Karpfenruten oder Hechtruten sein. Bei wenig Brandung reicht auch eine Aalrute von 2,70m Länge und 80g Wg. Rolle mit kräftigem Einzug (4rer Übersetzung) und 200m Schnurfassungsvermögen für 30ger-35ger Monofil. Ich verwende am liebsten Keulenschnur. Bei der verändert sich alle 25m die Farbe und man merkt (nachts) wie weit man geworfen hat. Normal sind Würfe zwischen 50m und 100m.

Köder ist ein Wattwurm (Seeringelwurm, Muschelfleisch, Garnelen, Heringsfetzen, Tobiasfisch kann man ausprobieren) Kein Katzenfutter oder Boilies, Brot usw. auswerfen. Das bringt nichts im Meer. Der Köder wird auf einen salzwasserfesten Haken gezogen und auf Grund gelegt. Bißanzeiger ist ein Knicklicht. Keine Aalglocken verwenden, die hört man nicht in der Brandung. Man outet sich nur als Trockenländer.

Vorfächer kann man sich zu Hause selbst basteln, es ist nicht schwer. Man kauft sich ein Brandungsvorfach als Vorlage und bindet es nach. Blos ohne den ganzen Perlenkram, mit kürzeren Mundschnüren und mit scharfen Haken. Je mehr Gehänge an einem Paternoster baumelt, um so schwerer wirft es sich. Anleitungen findet ihr hier.

Außer Rute/Rolle/Köder benötigt man noch einige wichtige Bequemlichkeiten, wie einen Rutenständer, einen Klappstuhl, eine Stirnlampe und eine Wattwurmnadel.

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