Das zeitige Frühjahr gehört der Meerforelle. Schon Ende Februar sieht man Watangler mit ihren kurzstieligen Keschern im flachen Wasser stehen, bereit für die Silberbarren. Dorsche sind willkommene "Nebenprodukte". Wo es schnell tief wird, stehen die Spinnfischer in warmen Schuhen am Strand und ich habe sogar schon Leute in Büroklamotten gesehen. Man macht sich eigentlich nicht dreckig bei dieser Art zu fischen und muß auch nicht viel Gerät dabei haben.

Beste Zeit ist die Dämmerung und morgens 2 Stunden danach. Es wird jeden Morgen zeitiger hell, also verschiebt sich die Uhrzeit arbeitsfreundlich. Im April kann man wirklich vor der Bürozeit noch ein paar Stunden am Wasser verbringen. Ende Mai ist es zu zeitig hell, man müßte 3 Uhr aufstehen. Die Einheimischen ziehen das durch und man erkennt schon an den Kennzeichen wer alles am Wasser steht. Nur selten wechseln die Angelplätze.

Eine Spinnrute mit 15-45g Wg und starkem Rückrad ist erforderlich. Dazu eine schnelle, leichte Rolle, geflochtene Schnur von 9kg Tragkraft und ein monofiles Vorfach. Das Vorfach schont die Schnur vor scharfen Muschelkanten und Steinen. Köder ist ein Blinker oder Küstenwobbler zwischen 10g und 30g.

An Stellen wo die Ostsee schnell tief wird benötigt man keine Wathose. Man steht trockenen Fußes am Strand und wirft schwerere (25g-30g) Blinker möglichst bis zum Horizont. Der gefangener Fisch wird an Land gezogen, gestrandet.

Wenn es lange flach bleibt und man eine Wathose besitzt, dann geht man im Wasser wandern. Es kommt nicht so auf Wurfweite an, also nimmt man die leichteren Geschosse zwischen 10g und 15g Wg. Ein gefangener Fisch muß gekeschert werden. Dafür trägt der Watangler einen möglichst schwimmenden Meerforellenkescher mit kurzem Griff bei sich.

Alternative zum Blinker ist eine Fliege.

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